In alten Zeiten spielten sich die Arbeiten der Handwerker hauptsächlich am Rande der Dorfstraßen und Gassen statt. Ob es nun Pferdeschmiede, Böttcher, Schneider oder Schlachter waren. Die kleinen Handwerksläden wurden meistens nur bei schlechtem Wetter oder im Winter aufgesucht. So herrschte oft ein buntes Treiben im Dorf welches hauptsächlich die Kinder zum Zuschauen einlud. Ein solcher Handwerksbetrieb hatte auch  Fritz Borbeck. Er war von Beruf Gastwirt und Bäcker, was in der damaligen Zeit eine häufige Kombination war. Sein Haus stand an der Gabelung zwischen der heutigen Bahnhofstraße und der Straße „Im Sand“.

Sein Sohn Carl Borbeck ließ das Haus später abreißen und errichtete ein neues welches heute noch steht. Auch dort wurde ein Gasthaus eingerichtet. (die spätere Stadtschänke) Dieser besagte Fritz Borbeck hatte an der Ostseite des Hauses einen großen freien Platz. Auf diesen lagerte er für seine Bäckerei die sogenannten Backspeller, die er dort aufstapelte. Backspeller sind lange Holzscheite welche er zum Heinzen des Backofens benötigte. Nun kam es aber vor, dass von diesem Holzstapel regelmäßig Holzscheite gestohlen wurden. Sie waren ja schließlich für jeden frei zugänglich. Um nun den Dieb zu ermitteln, kam Fritz Borbeck auf die Idee, Pulver in einem Backspeller zu tun und denselben vorn hinzulegen.

Es dauerte auch nicht lange, da flog in der Nachbarschaft ein Ofen in die Luft. Nun wusste Fritz Borbeck wo der Dieb zu finden war. Leider ist nicht bekannt wie die Geschichte weiter ausgegangen ist. Man wird sich irgendwie geeinigt haben. Schließlich lebte man in einem Dorf und man kannte sich schon zu lange.

Das von Carl Borbeck errichtete Haus welches an der Stelle des alten Gasthauses und der Bäckerei Borbeck steht
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